27 MHz · 11 Meter · Funk für alle

CB-Funk.
Eine Leidenschaft, die verbindet.

Viele Funkgeschichten beginnen mit einem CB-Funkgerät. Ein Mikrofon, eine Antenne, ein freier Kanal – und schon kommt eine Stimme aus der Nachbarschaft oder bei besonderen Ausbreitungsbedingungen sogar aus einem fernen Land.

Bei den Wellenreitern gehören CB-Funker genauso zur Gemeinschaft wie SWLs, Freenet-, FreeDMR-Nutzer und Funkamateure. Du brauchst keine Amateurfunklizenz, um in Deutschland mit einem geeigneten, regelkonformen CB-Funkgerät auf den freigegebenen Kanälen zu funken.

Grafische Illustration einer klassischen CB-Funkstation mit S-Meter, Mikrofon und Sendesignal

Vom Jedermannfunk zur Funkleidenschaft

Was ist CB-Funk eigentlich?

CB steht für Citizens Band, also Bürgerfunk. Gefunkt wird rund um 27 MHz im sogenannten 11-Meter-Band. Im Unterschied zum Amateurfunk ist dafür keine Amateurfunkprüfung erforderlich. Viele Menschen entdecken hier zum ersten Mal, wie faszinierend eine direkte Funkverbindung ohne Telefon oder Mobilfunknetz sein kann.

Man nutzt CB-Funk zu Hause, unterwegs, vom Auto aus oder bei gemeinsamen Treffen. Durch die Ionosphäre können Signale auf 11 Metern zeitweise auch über sehr große Entfernungen laufen. Solche Bandöffnungen hört man auf den bekannten CB-Kanälen oft schnell, weil viele Funkfreunde dieselben Kanäle beobachten. Mehr zur 11-Meter-Ausbreitung →

27 MHz11-Meter-Band
Ohne PrüfungCB-Funk mit geeignetem Gerät
Ab 1975CB-Funk in Westdeutschland freigegeben
80 KanäleHeute in Deutschland; Ausstattung und Betriebsarten beachten

Ein Stück Funkgeschichte

Von der ersten Heimstation bis zum CB-Funk-Boom.

Geräte, Menschen und Funkbetrieb haben sich verändert – die Begeisterung ist geblieben.

1975

Der Anfang

Der CB-Funk wird in Westdeutschland für die Allgemeinheit geöffnet. Zunächst stehen nur wenige Kanäle und geringe Leistungen zur Verfügung.

1980er

Der große Funk-Boom

CB-Funkgeräte im Auto, ein großes Netzteil auf dem Tisch, lange Antennen und feste Hauskanäle prägen die Szene. Die 40-Kanal-FM-Geräte werden zu Klassikern.

1990er

Mehr Auswahl

Weitere Kanäle und neue Gerätetypen erweitern die Möglichkeiten. CB-Funk bleibt für viele ein Einstieg in Antennentechnik und DX.

Heute

Analog, direkt und lebendig

Ob alte Sammlung oder aktuelles Funkgerät: Ortsrunden, mobile Stationen und faszinierende Überreichweiten sind weiterhin Teil des Hobbys.

Funkgeräte, die viele noch kennen

Die Klassiker aus den Funkzimmern und Autos.

Eine kleine Auswahl bekannter Modelle – keine vollständige Bestenliste. Je nach Baujahr, Version und nationaler Zulassung konnten sich Ausstattung und nutzbare Betriebsarten unterscheiden.

Schematische Illustration eines klassischen CB-MobilfunkgerätesMobilgerät · ab 1986

Midland / Alan 48

Ein ausgesprochen bekannter Name aus dem CB-Funk der 80er-Jahre. Seine robuste Bauweise und die übersichtliche Bedienung machten ihn besonders für mobile Stationen interessant.

Besonderheit: Der Hersteller nennt 1986 als Einführungsjahr und hebt die Sprachmodulation sowie das charakteristische Erscheinungsbild hervor.

Hersteller-Rückblick ↗
Schematische Illustration eines analogen CB-MobilfunkgerätsMobilgerät · Klassiker

dnt Carat

Ein weiterer Name, der in vielen CB-Funk-Sammlungen auftaucht. Das kompakte Mobilgerät steht für die Zeit, in der Funktechnik häufig mit einem zusätzlichen Lautsprecher und einer Antenne im Auto betrieben wurde.

Besonderheit: Typische kompakte analoge Bedienung – und heute für Sammler ein schönes Stück Funkgeschichte.

Foto eines originalen dnt Carat ↗
Schematische Illustration eines tragbaren CB-Handfunkgerätes mit langer TeleskopantenneHandfunk · ab 1988

Midland / Alan 33

Mit CB-Handfunkgeräten konnte man ohne Festeinbau unterwegs funken. Zu dieser Gerätegeneration gehörten lange Teleskopantennen, große Gehäuse und die Freiheit, die Station einfach mitzunehmen.

Besonderheit: Midland datiert die Einführung des tragbaren Alan 33 auf 1988.

Hersteller-Geschichte ↗

Die Gerätezeichnungen sind Illustrationen, keine Originalproduktaufnahmen. Originalbilder aus frei lizenzierten Quellen sind verlinkt; Fotos der Mitglieder ergänzen wir später in einer eigenen Sammlung.

Illustration eines gelben historischen Bundespost-Funkmesswagens mit DachantenneIllustration · Funkmessdienst der Deutschen Bundespost

Die gelben Wagen der Bundespost

Als der Peilwagen noch zum Funkalltag gehörte.

Zur Geschichte des CB-Funks gehören auch die gelben Messfahrzeuge der damaligen Deutschen Bundespost. Der Funkmessdienst war mit Messtechnik und Antennen ausgerüstet, um Funkstörungen und unzulässige Aussendungen aufzuspüren.

Für viele Funkfreunde waren diese Wagen ein prägendes Bild der damaligen Zeit. Heute sind erhaltene Fahrzeuge ein Stück Technik- und Kommunikationsgeschichte.

Ein echter historischer VW T2 Funkmesswagen wurde 2011 im Depot des Museums für Kommunikation in Heusenstamm fotografiert.

Foto: Urmelbeauftragter, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons). Die Grafik auf dieser Seite ist eine eigene schematische Illustration.

Ein Blick in unsere Funkgeschichte

CB-Funkgeräte aus den Sammlungen unserer Mitglieder.

Viele Geräte haben ihre eigene Geschichte: das erste Handfunkgerät, der erste Mobilbetrieb, die langjährige Heimstation. Solche Erinnerungen möchten wir hier künftig zeigen – mit echten Fotos aus euren Sammlungen.

Neue Bilder ganz einfach per FTP ergänzen

Lege im bestehenden Verzeichnis fotoalben einen Ordner an, dessen Name mit CB-Funk beginnt – beispielsweise CB-Funk – Unsere Geräteklassiker. Sobald dort Bilder liegen, erscheinen sie automatisch hier und in der großen Galerie.

Zur gesamten Bildergalerie →

Die privaten Gerätefotos werden nach und nach ergänzt. Hast du alte Funkgeräte zu Hause? Sprich uns gerne an.

Vor einer Veröffentlichung prüfen wir die Zustimmung der Fotografierenden und gegebenenfalls der abgebildeten Personen. Nicht jeder alte Katalogscan oder jedes Bild aus dem Internet darf einfach übernommen werden.

Auch dein Funkgerät hat eine Geschichte

Bei den Wellenreitern geht es nicht nur um alte Technik.

Wir freuen uns über Menschen, die CB-Funk mögen, mit älteren oder neuen Geräten arbeiten, Antennen ausprobieren oder einfach neugierig sind. Komm zu einem Treffen an der Grünen Hütte und lern uns kennen.