Der Anfang
Der CB-Funk wird in Westdeutschland für die Allgemeinheit geöffnet. Zunächst stehen nur wenige Kanäle und geringe Leistungen zur Verfügung.
27 MHz · 11 Meter · Funk für alle
Viele Funkgeschichten beginnen mit einem CB-Funkgerät. Ein Mikrofon, eine Antenne, ein freier Kanal – und schon kommt eine Stimme aus der Nachbarschaft oder bei besonderen Ausbreitungsbedingungen sogar aus einem fernen Land.
Bei den Wellenreitern gehören CB-Funker genauso zur Gemeinschaft wie SWLs, Freenet-, FreeDMR-Nutzer und Funkamateure. Du brauchst keine Amateurfunklizenz, um in Deutschland mit einem geeigneten, regelkonformen CB-Funkgerät auf den freigegebenen Kanälen zu funken.
Vom Jedermannfunk zur Funkleidenschaft
CB steht für Citizens Band, also Bürgerfunk. Gefunkt wird rund um 27 MHz im sogenannten 11-Meter-Band. Im Unterschied zum Amateurfunk ist dafür keine Amateurfunkprüfung erforderlich. Viele Menschen entdecken hier zum ersten Mal, wie faszinierend eine direkte Funkverbindung ohne Telefon oder Mobilfunknetz sein kann.
Man nutzt CB-Funk zu Hause, unterwegs, vom Auto aus oder bei gemeinsamen Treffen. Durch die Ionosphäre können Signale auf 11 Metern zeitweise auch über sehr große Entfernungen laufen. Solche Bandöffnungen hört man auf den bekannten CB-Kanälen oft schnell, weil viele Funkfreunde dieselben Kanäle beobachten. Mehr zur 11-Meter-Ausbreitung →
Ein Stück Funkgeschichte
Geräte, Menschen und Funkbetrieb haben sich verändert – die Begeisterung ist geblieben.
Der CB-Funk wird in Westdeutschland für die Allgemeinheit geöffnet. Zunächst stehen nur wenige Kanäle und geringe Leistungen zur Verfügung.
CB-Funkgeräte im Auto, ein großes Netzteil auf dem Tisch, lange Antennen und feste Hauskanäle prägen die Szene. Die 40-Kanal-FM-Geräte werden zu Klassikern.
Weitere Kanäle und neue Gerätetypen erweitern die Möglichkeiten. CB-Funk bleibt für viele ein Einstieg in Antennentechnik und DX.
Ob alte Sammlung oder aktuelles Funkgerät: Ortsrunden, mobile Stationen und faszinierende Überreichweiten sind weiterhin Teil des Hobbys.
Funkgeräte, die viele noch kennen
Eine kleine Auswahl bekannter Modelle – keine vollständige Bestenliste. Je nach Baujahr, Version und nationaler Zulassung konnten sich Ausstattung und nutzbare Betriebsarten unterscheiden.
Für viele ein Inbegriff der großen CB-Heimstation. Das stattliche Tischgerät hatte ein eingebautes Netzteil und eine klassische Bedienfront mit Drehknöpfen, Kanalanzeige und eingebautem Lautsprecher.
Besonderheit: 40-Kanal-FM-Heimstation mit PLL-Abstimmung und Netzbetrieb – ein Gerät, das sich wie eine richtige Funkzentrale anfühlte.
Zum Vergleich: Historisches Originalfoto auf Wikimedia Commons ↗Ein ausgesprochen bekannter Name aus dem CB-Funk der 80er-Jahre. Seine robuste Bauweise und die übersichtliche Bedienung machten ihn besonders für mobile Stationen interessant.
Besonderheit: Der Hersteller nennt 1986 als Einführungsjahr und hebt die Sprachmodulation sowie das charakteristische Erscheinungsbild hervor.
Hersteller-Rückblick ↗Ein weiterer Name, der in vielen CB-Funk-Sammlungen auftaucht. Das kompakte Mobilgerät steht für die Zeit, in der Funktechnik häufig mit einem zusätzlichen Lautsprecher und einer Antenne im Auto betrieben wurde.
Besonderheit: Typische kompakte analoge Bedienung – und heute für Sammler ein schönes Stück Funkgeschichte.
Foto eines originalen dnt Carat ↗Mit CB-Handfunkgeräten konnte man ohne Festeinbau unterwegs funken. Zu dieser Gerätegeneration gehörten lange Teleskopantennen, große Gehäuse und die Freiheit, die Station einfach mitzunehmen.
Besonderheit: Midland datiert die Einführung des tragbaren Alan 33 auf 1988.
Hersteller-Geschichte ↗Die Gerätezeichnungen sind Illustrationen, keine Originalproduktaufnahmen. Originalbilder aus frei lizenzierten Quellen sind verlinkt; Fotos der Mitglieder ergänzen wir später in einer eigenen Sammlung.
Die gelben Wagen der Bundespost
Zur Geschichte des CB-Funks gehören auch die gelben Messfahrzeuge der damaligen Deutschen Bundespost. Der Funkmessdienst war mit Messtechnik und Antennen ausgerüstet, um Funkstörungen und unzulässige Aussendungen aufzuspüren.
Für viele Funkfreunde waren diese Wagen ein prägendes Bild der damaligen Zeit. Heute sind erhaltene Fahrzeuge ein Stück Technik- und Kommunikationsgeschichte.
Ein echter historischer VW T2 Funkmesswagen wurde 2011 im Depot des Museums für Kommunikation in Heusenstamm fotografiert.
Foto: Urmelbeauftragter, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons). Die Grafik auf dieser Seite ist eine eigene schematische Illustration.Ein Blick in unsere Funkgeschichte
Viele Geräte haben ihre eigene Geschichte: das erste Handfunkgerät, der erste Mobilbetrieb, die langjährige Heimstation. Solche Erinnerungen möchten wir hier künftig zeigen – mit echten Fotos aus euren Sammlungen.
Lege im bestehenden Verzeichnis fotoalben einen Ordner an, dessen Name mit CB-Funk beginnt – beispielsweise CB-Funk – Unsere Geräteklassiker. Sobald dort Bilder liegen, erscheinen sie automatisch hier und in der großen Galerie.
Die privaten Gerätefotos werden nach und nach ergänzt. Hast du alte Funkgeräte zu Hause? Sprich uns gerne an.
Vor einer Veröffentlichung prüfen wir die Zustimmung der Fotografierenden und gegebenenfalls der abgebildeten Personen. Nicht jeder alte Katalogscan oder jedes Bild aus dem Internet darf einfach übernommen werden.
Auch dein Funkgerät hat eine Geschichte
Wir freuen uns über Menschen, die CB-Funk mögen, mit älteren oder neuen Geräten arbeiten, Antennen ausprobieren oder einfach neugierig sind. Komm zu einem Treffen an der Grünen Hütte und lern uns kennen.